Spurensuche. Jüdisches Leben in Zossen 1925 bis 1945

Das Thema "Spurensuche. Jüdisches Leben in Zossen 1925 - 1945" entsprang einem Projektentwurf des Vereins Bildung und Aufklärung Zossen e. V. aus dem Jahre 2005. Es war bekannt, dass im Projekt "Spuren hinter Stacheldraht" der Gesamtschule "Geschwister Scholl" Dabendorf aus dem Jahre 1997 von den damals befragten Zeitzeugen die Namen einiger Zossener jüdischer Familien genannt worden waren. Im öffentlichen Bewußtsein der Stadt Zossen schienen die Spuren jüdischen Lebens getilgt. Deshalb nahm sich eine kleine Gruppe von Jugendlichen und Erwachsenen vor, die jüdische Vergangenheit unserer Heimatstadt zu untersuchen. Unter Trägerschaft des Jugendfreizeitklubs Leo e.V. und in Zusammenarbeit mit der Gesamtschule „Geschwister Scholl“ Dabendorf begann die Arbeit.

Während unserer Forschungen unterstützten uns mit Material bzw. fachlich und methodisch:

- Pfarrer Detlev Riemer aus Luckenwalde
- Dr. Mario Offenberg, Geschäftsführer und Vorstandssprecher der Israelitischen Synagogen-Gemeinde Adass Jisroel zu Berlin
- Frau Katharina Furian, Superintendentin in Zossen
- Herr Klaus Voeckler, Nächst Neuendorf
- Dr. Peter Bahl von der Landesgeschichtlichen Vereinigung für die Mark Brandenburg e.V.
- Frau Bärbel Beyer aus Berlin
- Dr. Manfred Weißleder von der Jewish Claims Conference

Mit zweimaliger finanzieller Hilfe der Stiftung Demokratische Jugend und der Unterstützung des Landesjugendringes und des Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport Brandenburg konnten wir die Untersuchung im November 2006 vorläufig abschließen.

Stolpersteine

Das Jugendparlament der Stadt Zossen machte unsere Bitte, die Verlegung von "Stolpersteinen" zu beantragen, zum eigenen Anliegen und brachte einen entsprechenden Antrag in die Stadtverordnetenversammlung ein. Die Stadtverordneten unserer Stadt folgten diesem einstimmig und unbürokratisch.
Die Verlegung der „Stolpersteine“ für die Angehörigen der Familien Cohen, Falk und Weinberg finden nach Vereinbarung mit Herrn Demnig, dem „Erfinder“ dieser Aktion, aus Anlass des 70. Jahrestags der Pogromnacht am 12. November 2008 statt.
Besonders herzlich möchten wir uns bei den bisherigen bekannten und unbekannten Sponsoren der "Stolpersteine" bedanken.
Wer sich als Sponsor an dieser Aktion beteiligen möchte, kann seine Spende auf das Konto unseres Vereins überweisen:

VR-Bank Fläming eG
BLZ: 16062008
Kto.-Nr.: 110 68612 00
Verwendungszweck: Stolpersteine

Ein Stolperstein kostet 95,- Euro.